Vorwort
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In der Wunderwelt der Waren, in der wir leben, ist man geneigt, die Masse des Angebots mit Vielfalt zu verwechseln. Aber die Filmgeschichte der Verfügbarkeit unterscheidet sich von einer Filmgeschichte der Qualität. Nicht nur, dass wichtige Werke fehlen oder schwer erhältlich sind, auch die Tatsache, dass die nichtigen Filme so viel Platz in den Regalen haben, verzerrt den Blick auf die Zusammenhänge. Den kommerziellen Kriterien des Marktes müssen solche der Relevanz entgegengesetzt werden. Es kann dabei aber nicht um einen starren Kanon gehen, der dann als „Cinemathek” in den Besitz des Bildungsbürgers übergeht, vielmehr muss in einer lebendigen Filmgeschichte um den Status einzelner Werke immer wieder neu gerungen werden.

Wir wollen unseren Teil zu dieser Diskussion beitragen, indem wir Filme, die uns besonders am Herzen liegen, auf DVD herausbringen und im Heft begleiten. Den Auftakt macht „Marseille”, der parallel zu dieser Ausgabe als „Revolver Edition” (siehe Link) bei der Filmgalerie 451 erscheint. Im Heft findet sich dazu als „Bonus” ein ausführliches Gespräch über die Entstehung des Films mit Regisseurin Angela Schanelec und Kameramann Reinhold Vorschneider. Nach und nach wollen wir so eine kleine Reihe von Filmen herausbringen, die bisher nicht erhältlich sind, aber aus unserer Sicht entscheidende Beiträge zum Kino der Gegenwart leisten.

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Die Herausgeber:
Jens Börner
Benjamin Heisenberg
Christoph Hochhäusler
Nicolaus Wackerbarth