Vorwort
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Dieses Heft hat den
Schwerpunkt Filmkritik. Wir haben deutsche Kritiker gebeten, den Status Quo
zu beschreiben. Michael Althen, Manfred Hermes, Katja Nicodemus, Cristina Nord,
Enno Patalas, Bert Rebhandl, Georg Seesslen und Rüdiger Suchsland schildern
ihre Perspektive. Ausserdem dokumentieren wir in Auszügen, zu einem Chor
montiert, zwei Diskussionen zum Thema, die das Heft eröffnen.
Gemeinsam ist den Beiträgen eine gewisse Skepsis. Von einer Blüte
deutscher Filmkritik ist nicht die Rede. Ein freier, vielstimmiger Diskurs über
das Kino scheint kaum stattzufinden. Der Explosion filmbezogener Texte steht
eine immer aggressivere Einmischung des Marketings gegenüber – und
zugleich scheint der „Markt” immun gegen Gift und Feuer des Feuilletons.
Film ist eine soziale Kunst und entsteht in einem dynamischen Zusammenhang.
Der Zustand der Kritik geht also alle an; er beschreibt sein Gegenüber.
Diese Ausgabe soll nicht zuletzt daran erinnern, was Kritik sein kann: Spiegel
und Gegensatz, Herausforderung und Korrektiv.
Darüber hinaus freuen wir uns, mit dem Arbeitsjournal von Luc Dardenne
ein ungewöhnliches Dokument filmischer Formfindung veröffentlichen
zu können – als „Bonus” unserer zweiten DVD-Veröffentlichung
„Der Sohn” von Jean-Pierre und Luc Dardenne, die ab sofort erhältlich
ist*.
*)
Die DVD kostet im Handel 14,90 Euro; für Abonnenten ermässigt sich
der Preis auf 12,90 Euro, sofern sie online unter www.filmgalerie451.de bestellt
wird.
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HIER
Wir
bieten ausnahmsweise das original Revolver Heft 14 als PDF Download hier an,
da wir die Inhalte der Öffentlichkeit als Diskussionsgrundlage zur Verfügung
stellen wollen.
Die Herausgeber:
Jens Börner
Benjamin Heisenberg
Christoph Hochhäusler
Nicolaus Wackerbarth