Vorwort
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Die Nummer 7 ist da, wer hätte das gedacht. Noch sind wir lebendig. Und
wenn die FAZ uns „junge Krieger“ nennt, „deren Motive durchschaubar“
sind, „und trotzdem aller Ehren wert“, sagen wir artig Dankeschön.
Dieses Heft hat den Themenschwerpunkt Schauspiel. Wie erzähle ich mit Menschen
Geschichten? Wie gehen wir miteinander um? Durch unsere gläsernen Hände
sprechen, wie immer, die Anderen. Für die Freunde vielschichtiger Filmtheorien
ist möglicherweise nicht genug Futter dabei, aber Revolver wollte schon
immer lieber ein Praxisheft sein, und Platz finden in den Taschen der Kleider,
mit denen die Leute durch die Welt streifen.
Durchschaubar? Na Klar. Wir wollen eine kraftvolle Filmindustrie, mit Leuten
so idealistisch wie Cassavetes, so mutig wie Graf, geduldig wie Doillon, vorsichtig
wie Chéreau und so schwärmerisch wie Lilienthal. Wir wollen aus
der Klossbrühe über den Tellerrand hinaus. Auch der Schriftsteller
Thomas Hettche spricht durch unsere gläsernen Herzen, wenn er in der Weltwoche
sagt: „Es geht mir um die Bewahrung von Vielfalt. Unsere Visionen und
Träume werden durch die Bildindustrie trivialisiert. Ich möchte gerne
Geschichten erzählen, die etwas von dem Zauber der Uneindeutigkeit vermitteln,
jenes wachen Zustands der Erwartung, der einem plötzlich für Momente
die Welt aufschliesst.“
Revolver ist eine Zeitschrift für Film. Wir freuen uns über warme
Körper im Kino, und über Menschen, die nachfühlen können,
was anderen zugestossen ist.
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Peter Lilienthals Text "Warum Europa" kann bereits abgerufen werden.
Die Herausgeber:
Jens Börner
Benjamin Heisenberg
Christoph Hochhäusler
Sebastian Kutzli