taz vom 8.8.2006
unterm strich
Passend zu unserer Reihe zum Stand der Kritik hier ein Hinweis: Die eben erschienene
14. Ausgabe der Filmzeitschrift "Revolver" befasst sich mit dem Status
quo und den Perspektiven der Filmkritik in Deutschland. Der Band versammelt Texte
von Michael Althen, Katja Nicodemus, Enno Patalas, Bert Rebhandl, Cristina Nord
und anderen AutorInnen. "Gemeinsam ist den Beiträgen eine gewisse Skepsis",
so die Herausgeber - unter ihnen die Regisseure Benjamin Heisenberg und Christoph
Hochhäusler - im Vorwort. "Von einer Blüte deutscher Filmkritik
ist nicht die Rede. Ein freier, vielstimmiger Diskurs über das Kino scheint
kaum stattzufinden." Das erkannt zu haben, ist möglicherweise ein erster
Schritt auf dem Weg hin zu einer anregenderen Reflexion über Film. Revolver
kostet sechs Euro und ist über www.revolver-film.de zu beziehen.